Florian berner

Florian Berner wurde 1973 in Wien geboren. Er studierte an der Musikuniversität Wien bei Angelica May und dem Alban Berg Quartett, sowie bei Mario Brunello in Italien. Er besuchte Meisterkurse von Walter Levin (LaSalle Quartett), Norbert Brainin (Amadeus Quartett), Milan Skampa, Ferenc Rados und vielen anderen.


Er gründete 1993 das Hugo Wolf Quartett, das längst internationale Anerkennung erfahren hat und zu den spannendsten Streichquartetten seiner Generation zählt. „Claims a prominent place on everyone´s must-hear list“ (Los Angeles Times) „Große Persönlichkeiten interagierten unsentimental, rücksichtsvoll und herzhaft zugleich, erzeugten einen emotionalen Sog, der sich nur schwer erklären lässt“ (Kronenzeitung) „One hears in these players the qualities that make the Vienna Philharmonic special“ (New York Times).


Mit diesem Ensemble ist er in allen Musikzentren von New York bis Tokio, von Salzburg bis Buenos Aires zuhause. Er konzertierte in der Carnegie Hall und im Lincoln Center NY, in der Wigmore Hall London, Suntory Hall Tokyo, Palais des Beaux Arts Brüssel, Wiener Konzerthaus und Musikverein, Palau de la Musica Barcelona, Concergebouw Amsterdam, Herkulessaal München, Kölner und Berliner Philharmonie u.v.m.

 

Er ist Gast auf Festivals wie Gidon Kremers Kammermusikfest Lockenhaus (Quartet in residence), der Schubertiade Schwarzenberg, Caramoor, Colmar oder Edinburgh. Er ist Träger des „Europäischen Kammermusikpreises“, des Sonderpreises der Wiener Philharmoniker und wurde 1998 von Wiener Musikverein und Konzerthaus zum „Rising Star“ nominiert.

 

Er erhielt den Förderungspreis der Stadt Salzburg und ist Gewinner des 5. Streichquartettwettbewerbs in Cremona. Das Hugo Wolf Quartett gestaltet seit 5 Jahren einen eigenen Zyklus im Wiener Konzerthaus, seit 2016 im Rahmen des Alban Berg Ensembles im Wiener Musikverein. Auf den Labels Extraplatte, Gramola, cpo, VMS, Megadisc und Musica Omnia erschienen Aufnahmen mit Werken von Beethoven, Schubert, Haydn, Ligeti, Brahms, Mittler, Dvorak, Ravel, Philippe Hersant, und
Komitas Vardapet.

 

Als Solist trat er für das „Mozart Jahr“ im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins auf, gastierte bei den Bregenzer Festspielen und drehte für TV Tokio einen Dokumentarfilm über Beethovens Cellosonaten. Er musizierte gemeinsam mit Paul Meyer, Mihaela Ursuleasa, Alois Posch, Thomas Hampson oder Angelika Kirchschlager, aber auch mit Jazzgrößen wie Kenny Wheeler oder John Taylor. Für ihn komponierten Dirk D´Ase und Wolfgang Muthspiel die Cello solo Werke „Die Leidenschaften des Don Juan“ bzw. „....nightsongs“. Die „Leidenschaften“ finden sich neben Johann Sebastian Bachs
Solosuiten Nr 1 und Nr 5 auf einer Cello solo CD.


Florian Berner war 2007 bis 2013 regelmässiger Gast des Mahler Chamber Orchestra unter Claudio Abbado und Daniel Harding und 2007/08 Gast-Solocellist des NiederösterreichischenTonkünstlerorchesters.


Als Dozent ist er an verschiedenen amerikanischen Universitäten tätig. So unterrichtet er an der Northwestern University of Chicago, der University of Illinois, der DePaul University und an den Universitäten von San Diego und Redlands, Kalifornien. Er hielt Kammermusik-workshops in Venezuela für Musiker des Simon Bolivar Orchesters, und
unterrichtete an der Lockenhaus Academy und baute in Wien das ((superar)) Kinder- und Jugendorchster auf. Seit 2013 ist er Professor für Violoncello am Kärntner Landeskonservatorium. Florian Berner spielt ein Violoncello von Nicolo Gagliano, Napoli 1819.