Ehem. postgebäude, dominikanerbastei

Ehemals lag die Fassade direkt an der Wiener Stadtmauer. Mitte des 19. Jh war vor der repräsentativen Hauptfasse ein großzügiger Vorplatz vorhanden, bis zum Bau der Postsparkasse von Otto Wagner. Zu Beginn der 1960er Jahre wurde die „Reste“ der Bastei vor dem Gebäude eingeebnet, in Verbindung mit einer Hebung des Niveaus der Fahrbahn.

Ein Gang durch das Hauptpostamt in Wien (Auszüge Prof. Dr. Emanuel Hermann 1868)

 

"Hauptpostamt ist das größte Postamt in Österreich", das sog. Barbarastift enthält die Bureaux des Handelsministeriums, restliche Baukörper Brief- und Frachtpost.

"Man muß nur eindringen in die inneren, dem Publicum nicht geöffneten Räume des gegenwärtigen Postgebäudes, um mit Bewunderung zu erkennen daß man es hier nicht mit einer gewöhnlichen Kanzlei, sondern mit einer Fabrik zu thun habe, in welcher genau das emsige Treiben, das rasche Tempo der Arbei und die vergestaltige Gliederung der wirkenden Kräfte herrscht wie sie der industrielle Geist unseres Jahrhunderts dictiert hat."

"Das Bureau gleicht einer großen vielgliedrigen aber geistbegabten Maschine, welche in raschestem Tempo in das Durcheinander der Briefe Ordnung zu bringen bestimmt ist. Wie viel Glück und Leid, wie viele Verbindungs- und Anknüpfungsfäden der Liebe, des gesellschaftlichen, des geschäftlichen Interesses fließen hier in wenigen Minuten schon durch die emsige Hand des Beamten, der ahnungslos die größten Gegensätze des menschlichen Lebens zusammenbindet."

"Postamt ist große Briefverdauungsanstalt"

"Die Arbeit dauert Tag und Nacht ununterbrochen fort. 56 Beamte versehen abwechselnd Dienst."

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